Pestsäule vor Kreuzbichl
(von Barbara Regul & Ursula Rosche)

Am Wegesrand steht eine recht verwitterte steinerne Säule – eine Pestsäule.

Die Pest, oder auch schwarzer Tod genannt, dezimierte in früheren Jahrhunderten die Bevölkerung in immer neuen Wellen. Sie wird – wie wir heute wissen – von dem Rattenfloh übertragen und tritt besonders in den Kriegswirren auf, wenn der Ungezieferbekämpfung wenig Beachtung geschenkt wird. Diese Gegend wurde von der Pest besonders während des Dreißigjährigen Krieges 1633/34 heimgesucht. Der schwarze Tod überfiel die Menschen, die sich nicht dagegen schützen konnten. Panik brach aus. Die Angesteckten – mit schwarzen Beulen gekennzeichnet – hatten nur wenige Stunden zu leben. Angehörige von Erkrankten durften ihre Häuser nicht mehr verlassen. Viele Höfe und sogar ganze Dörfer starben aus. Wandernde Totengräber oder Zwangsverpflichtete verscharrten die Leichen in großen Gruben außerhalb der Ortschaften und außerhalb der Friedhöfe. Gekennzeichnet wurden die Pestäcker mit den steinernen Pestsäulen.

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Pestsäule                     (Foto: Ursula Rosche)
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