Einöd
(von Barbara Regul & Ursula Rosche)

Die Staatsstraße von München nach Bad Tölz durchschneidet die Ortschaft Einöd. Dieser Name leitet sich von einer einsamen Gegend ab, der Einöde. Einöd ist einer jener Orte, die sich wie Perlen am Flussufer der Isar aufreihen mit übergroßen Christophorus-Wandmalereien an den Häusern, um die vorbeifahrenden Flößer an ein Gebet und an ihren Schutzpatron zu erinnern. Zugleich erhielten die heimkehrenden Flößer in Einöd Unterkunft auf dem beschwerlichen und gefährlichen Rückweg. In der Flößerkapelle aus dem 17. Jahrhundert konnten sie um Gottes Segen und um eine gesunde Heimkehr bitten. Es gab ja genug Wegelagerer, die es auf die gefüllte Geldkatze (Ledergürtel zur Geldaufbewahrung) der Flößer abgesehen hatten.

Kapelle Einöd-2-m Christopherus  in Einöd-m
Kapelle         (Foto: Peter & Melitta Korff)
Christophorus-Malerei     (Foto: Barbara Regul)
(Klicken Sie auf das Bild, um es größer zu sehen)